Sonntag morgen: Ab 6 Uhr im Zehnminutenabstand vom Lärm mehrerer startender Flugzeuge geweckt, ab 7 Uhr Gewitter, Unwetter und nicht endende Regenmassen. Ab 8 Uhr meinte der Nachbar dass es in diesem Chaos dann sicherlich nicht auffällt, wenn er für Stunden die Bohrmaschine anwirft um seine neue Markise anzubringen. Wir haben jetzt 11.35 Uhr und mein Hund weigert sich bei diesem Regenmassen die Wohnung zu verlassen. Also ist auch noch mit einer Überraschung von ihm zu rechnen.
Und da hatte ich mich so aufs ausschlafen können gefreut.
Die Atomindustrie beweist wieder ein glückliches Händchen für Werbung. Heute fand ich dieses Plakat für eine Klimaschutzkampagne.
Die Mängelliste zum Atomkraftwerk Brunsbüttel: Sozialministerium Schleswig-Holstein.
Nachtrag:
Aufgrund des anhaltenden Protestes gegen diese Plakatte wurden diese im Laufe des Tages - zumindest U-Bahnstation Alexanderplatz - abgenommen.
2. Nachtrag:
Aufgrund der diversen Mängel wurde Brunsbüttel bis auf weiteres komplett abgeschaltet.
Brunsbüttel braucht WerbungOriginally uploaded by hedii
Kann man dieses durchdringende Piepen meines Rauchmelders nicht abstellen? Hilfe! Mein Rauchmelder hat heute abend beschlossen in Aktion zu treten.
Schon beim Anbringen des Rauchmelders führte ich einige rege Diskussionen mit dem Fachmann. Dieser liess sich aber nicht davon abbringen, dass der geeigneste Standort meines Rauchmelders im Flur direkt neben dem Eingang zur Küche ist. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass sich der Herd in unmittelbarer Nähe der Tür (ausgehängt) befindet. Obwohl selbst die Feuerwehr darauf hinweist, dass Raumelder nicht in unmittelbarer Nähe zu Küche oder Bad angebracht werden sollen, wurde kurzerhand der Rauchmelder dort unter die Decke geschraubt.
Dann heute abend, etwas Rauch aus der Küche und der Rauchmelder legte los. Glücklicherweise hatte ich Besuch, der mich tatkräftig beim Ausschalten des Rauchmelders unterstützte. Zeitgleich den Alarmunterbrechungsschalter ( 10 Sekunden Zeit, bevor der Alarm weitergeleitet wird) zu drücken und alle Fenster und Türen zu öffnen, damit der Rauch abzieht ist unmöglich. Selbst wenn man es schafft, den Unterbrechungsschalter rechtzeitig zu betätigen, piepst der Rauchmelder, solange er Rauch wahrnimmt, immer neu los. Also drückte ich die ganze Zeit wieder und wieder den Unterbrechungsschalter während mein Besuch – später auch mit Unterstützung meiner Nachbarn – verzweifelt versuchte den Rauch aus dem Flur zu bekommen. Da ich nicht jeden der ca. 25 Fehlalarme rechtzeitig abbrechen konnte, durfte ich in dem ganzen Hin und Her dann auch noch mit der Einsatzzentrale plauschen und erklären, warum ich Rauch in der Wohnung habe und ob ich die Feuerwehr benötige. Sowohl Besuch als auch meine Nachbarn waren vom zusätzlichen Unterhaltungsprogramm sehr angetan, baten aber doch darum, dass ich meine Steaks in Zukunft doch leiser anbrennen lasse.
Ein großes Dankeschön von den Anwohner an die Polizei für diese schöne Überraschung
in einer Tempo 30 Zone.
Heute kam die Berliner Polizei endlich der vielfachen Bitte der Anwohner nach und führte eine Geschwindigkeitskontrolle in unserer Straße durch.
Autofahrer und einige zufällig vorbekommende Besserwisser waren da natürlich anderer Meinung. Diskussionsmaterial – von Abzocke bis „ich bin doch nicht zu schnell gefahren“ – war ausreichend vorhanden.
Insbesondere einige unbelehrbare Schnellfahrer in der Tempo 30 Zone lieferten sich heftige Diskussionen mit den Polizisten. Die Anwesenheit der Polizei führte vorübergehend dazu, dass zumindest einige Autofahrer den Fuß vom Gas nahmen.
Dass Polizeipräsens aber auch Autofahrer verwirrt, zeigte sich kurze Zeit später.
Der Blick des Autofahrers ging zum Blitzer. Der Fahrer, wohl sehr beglückt nicht in die Radarfalle gerast zu sein, bedachte anscheinend nicht, dass sein Auto weiter fährt und ein Bremsweg einkalkuliert werden muss. 20 m bis zur Kreuzung können schnell zurück gelegt werden. Und der Weg verkürzt sich noch, wenn schon zwei Autos vor der Kreuzung warten. Der Knall war nicht zu überhören. Die drei ineinander geschobenen Autos hielten kurzfristig sogar die Polizei von der Verkehrskontrolle ab.
Die beschädigten Autos mussten erst mal von der Straße auf den angrenzenden Parkplatz geleitet werden.
Die angeforderte anrückende Verstärkung brillierte dann allerdings mit interessanten Park- und Fahrkünsten. Anstatt zu den Unfallbeteiligten auf dem Parkplatz zu fahren, parkte man erst mal in zweiter Spur in der Nähe des geräumten Unfallortes, besagte Kreuzung direkt hinter dem Polizeifahrzeug und neben der Radarfalle.
Wie soll man dieses Parkmanöver beschreiben? Verkehrsbehinderung unter besonderer Behinderungen der Kollegen, weil man die große Parklücke bzw. drei weitere Parkplätze nicht nutzt?
Nachtrag: Das war am Montag. Das Vorhaben der Polizei, dass in unserer Straße Tempo 30 eingehalten wird, ließ sich dank unkonventioneller Vorgehensweise zumindest für knapp eine Stunde umsetzen.
Heute am Dienstag erleben wir eine weitere unkonventionelle Vorgehensweise der Polizei. Aufmerksame Hörer von Verkehrsmeldungen konnten heute vernehmen, dass in unserer Straße den ganzen Tag eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt wird. Bisher wurde die Polizei noch nicht gesichtet, aber kleine Erfolge konnten festgestellt werden. Danke.
Wir sind ja mal gspannt, was sich die Polizei morgen am Mittwoch einfallen läßt.
ich habe lange mit mir gerungen bevor ich mich entschieden habe zu bloggen.
Tja, was soll man beim ersten Eintrag schreiben?
Herzlich willkommen und viel Spaß

